Über mich

Sabine Wöger

Die Frage nach dem Sinn ...

Vor allem waren es die Fragen junger, schwerstkranker Menschen nach der Sinnhaftigkeit ihrer tödlich verlaufenden Krankheit und des viel zu frühen Sterben-Müssens, noch bevor die Kinder das Erwachsenenalter erreicht hatten. Auch war es die Verzweiflung von Menschen, für welche die Zumutungen des Schicksals kaum noch zu ertragen waren und welche die Angst vor dem Morgen erfasst hatte und regelrecht lähmte. Ebenso jene Menschen, welche verbittert, enttäuscht und hoffnungslos ihr Dasein fristeten, das Leben als ein Kontinuum der mühseligen Pflichterfüllung verstanden. Oder jene, die weder von finanzieller noch materieller Not berichten konnten und die sich innerlich dennoch einsam und haltlos fühlten. Alle diese Menschen motivierten mich zu einer unermüdlichen und intensiven Suche nach möglichen und tragfähigen Antworten.

… führte mich in die Palliativpflege und weiter zur Existenzanalyse und Logotherapie …
Doch die Suche nach einem (Gesamt)Sinn, auch jene die Existenz einer den Menschen übersteigenden Schöpfungsmacht betreffend, blieb in den Jahren, in denen ich als Pflegeperson auf einer Palliativstation tätig war, weitgehend erfolglos. Im Gegenteil, gar mehrten sich die Fragen. Erst das logotherapeutische Menschenbild und Viktor Frankls Konzept des „Willens zum Sinn“, eröffnete mir neue Möglichkeiten, um dem erfahrenen Leid, dem Schicksal, menschlichen Brüchigkeiten wie körperliche und seelische Gewalt an anderen, usw., nicht hilflos, sondern vielmehr gestaltend gegenüber zu treten. Einmalig am Menschen ist sein Freiraum, den er dank seiner Geistigkeit stets nutzen kann, indem er auf sinn-lose Erfahrungen sinn-voll zu reagieren versucht.

… und weiter in die Tiefenpsychologie.
Doch wollte ich auch verstehen, welche unbewussten Prägungen dazu führen, sodass die Einen vertrauensvoll, liebend und entwicklungsfördernd dem Leben gegenüberstehen, Andere hingegen einem gewaltsamen Umgang mit sich selbst und ihren Mitmenschen pflegen. Vor allem im Rahmen meines Studiums in Tiefenpsychologie erwarb ich ein bedeutsames Mehrverständnis über jene in der frühen Kindheit erfahrenen und unbewusst übernommenen Abwehr- und Bewältigungsweisen im Umgang mit Trennung, Leid und Tod.

Filme, die mir am Herzen liegen
... und vielleicht auch Sie berühren. Filmliste
Bildungswege und Wirkfelder
Master-Studienlehrgänge absolvierte ich in den Themenfeldern Palliative Care, Psychotherapie, Mediation und Konfliktregelung sowie Bildungswissenschaften. Promotionsstudien absolvierte ich in den Fächern Gesundheitswissenschaften, Tiefenpsychologie, Erziehungs- und Bildungswissenschaften.

Seit 1992 bin ich überwiegend in der Lehre von Palliative Care tätig, seit 2006 wirke ich zudem als Psychotherapeutin in freier Praxis, in der ich auch diverse Workshops durchführe. Seit mittlerweile 20 Jahren engagiere ich mich in Oberösterreich für die Implementierung von Hospiz- und Palliativkultur in Alten- und Pflegeheimen, ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich. Über Themen im Zusammenhang mit der würdevollen Begleitung und Pflege alter Menschen informiert mein Buch „Altenpflege: wenig Zeit – viel Herz! Aktuelle Herausforderungen für Pflegepersonen im geriatrischen Langzeitpflegebereich“.

Eigene Publikationen

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